Angstgegner Zehnerübergang – so wird er zum Freund!

Brett vorm Kopf beim Zehnerübergang?

Brett vorm Kopf beim Zehnerübergang?

Für viele Eltern der erste Angstgegner der Grundschulzeit und Grund für schlaflose Nächte: der Zehnerübergang. Sobald der Schulstoff bei der Zehnerüberschreitung angelangt ist, sehen sich viele Eltern vor eine große Herausforderung gestellt, da sich hier viele Kinder einfach unendlich schwertun.

Meist steht dann kräfteraubendes, gefühlt nicht enden wollendes Üben an, gekrönt von mäßigem Erfolg. Das kann ganz schön ernüchternd sein und an den Nerven zehren – bei Eltern und Kind! Wie kann man diese Problematik umgehen und den Start in die Zehnerüberschreitung erleichtern?

Sind die Grundlagen lückenhaft oder nicht gesichert, werden die Aufgaben zählend „gerechnet“. Da sich Kinder hier die unterschiedlichsten Taktiken aneignen, um nicht als schlechter Rechner aufzufallen, wird z.B. heimlich unter dem Tisch mit den Fingern gerechnet, entsprechendes Drücken auf dem Arm oder Oberschenkel oder Wippen mit dem Fuß. Egal wie, Kinder merken, dass etwas von Ihnen verlangt wird, das sie nicht leisten können – viele andere in der Klasse aber schon. Also suchen sie nach Lösungsstrategien, um sich selbst weiterzuhelfen. Diese Selbsthilfe ist allerdings äußerst fehleranfällig und spätestens wenn abwechselnd Plus- und Minusaufgaben abgefragt werden, auch am Ende ihrer Möglichkeiten. In der Regel fällt erst dann so richtig auf, dass das Kind kein langsamer Rechner, sondern ein zählender Rechner ist.

 

Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen.

(Aristoteles/Anton Bruckner)

Hier hilft nur eines: zurück zur Basis! Daran führt kein Weg vorbei, will man Rechenprobleme aus der Welt schaffen! Ohne die Basiskompetenzen, wie z.B. Mengenerfassung, Zahlenverständnis oder die Zuordnung von Menge zu Ziffer verstanden und erworben zu haben, endet es meist in einem Endlos-Üben, ohne dass irgendetwas davon „hängenbleibt“. Meist ist das mühsam „Antrainierte“ nach einem Wochenende schon wieder weg und alles beginnt von vorn.

 

Zahlenzerlegung – fundamental wichtig, benötigt aber viel Kapazität im Arbeitsgedächtnis

Erleichterung durch Bündeln schaffen: das Arbeitsgedächtnis kann sich bis max. 9 Dinge gleichzeitig merken. Wenn man Dinge allerdings bündelt, belegen diese Bündel nur je einen Platz.

Beispiel: man merkt sich Telefonnummern als Bündel einfacher.
Jeder hat wohl schon mal eine ähnliche Situation erlebt wie die folgende: „Ist deine Telefonnummer die 2 1 2 2?“ – „Nein, ich hab die 21 22.“
Würde man sich diese Telefonnummer als Einzelzahlen einprägen, würden hier vier Plätze belegt – in 2er Bündeln (wie bei 21, 22) eben nur zwei.

 

Zahlenzerlegung als Grundlage

Aus den Zahlen im Zahlenraum 10 ergeben sich unterschiedliche Aufgabenvariationen zur Zahlenzerlegung, z.B. aus den Zahlen 5,3 und 2 die Bündel-Aufgaben 2+3, 3+2, 5-3, 5-2.

Diese Bündel müssen erarbeitet, verstanden und automatisiert werden, was einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Diese ist aber gut eingesetzt, sonst kommt es immer wieder zu Problemen bei der Zehnerüber- und Unterschreitung.

Absolut darauf zu achten ist hierbei: Kein mechanisches Abarbeiten der Aufgaben! Das Kind muss sich aktiv damit auseinandersetzen, was es gerade tut. Es muss verstehen, was beim Rechnen gerade geschieht. Auch verbal formulieren lassen: das Kind sollte beschreiben, was es gerade tut, was gerade geschieht. So wird der Denk- bzw. Rechenweg auch für die Eltern ersichtlich und das Kind hat den Vorteil, dass sich die beim Üben erlangten Einsichten besser vernetzen.

 

Auf ein solides Fundament lässt sich gut bauen!

Erst wenn diese Basis vorhanden ist, kann mit dem Zehnerübergang darauf aufgebaut werden, da das Kind dann bereits die einzelnen Rechenschritte nachvollziehen kann und nicht nur versucht, zusammenhangloses auswendig Gelerntes abzurufen.

Auch bei den unterschiedlichen Montessori-Materialien zum Thema Zehnerübergang , z.B. dem Streifenbrett, wird durch das Auslegen mit Material die Rechenoperation sichtbar und somit leicht nachvollziehbar.

 

Montessori-Material zum Zehnerübergang

Montessori-Material Streifenbretter zur Addition und Subtraktion inkl. Arbeitskartei mit Aufgaben zum Zehnerübergang.

Sparset Zehnerübergang

Streifenbretter zur Addition und Subtraktion zum Lernen des Zehnerübergangs. Mit dabei alle lösbaren Aufgaben zu den Streifenbrettern. Natürlich inkl. Selbstkontrolle. (weiter zum Material)

 

 


Montessori-Material Zehnerübergang im Zahlenraum bis 100 mit Aufgabenkarten und Rechenstäbchen.

Zehnerübergang mit den Rechenstäbchen

Den Zehnerübergang mit den Rechenstäbchen entdecken. Gleichzeitig wird der Zahlenraum bis 100 trainiert. Inkl. großer Arbeitskartei mit Selbstkontrolle. (weiter zum Material)

 

 

 


Montessori Goldenes Perlenmaterial Neunerspiel zum Zehnerüberang und Stellenwerten.

Neunerspiel

Neunerspiel aus Goldenem Perlenmaterial. Zählen bis 10 und “Umschalten” auf den nächsten Zehner und auch auf den nächsten Stellenwert verstehen lernen. (weiter zum Material)


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