10 Fragen die Sie sich stellen müssen um gutes Montessori-Material selbst zu entwickeln!

Montessori Material selbst entwickelnBisschen Papierkritzeln, hie und da die Schere und den Klebestift schwingen – fertig ist das selbst erstellte Montessori-Material. NEIN! So einfach ist das nicht! Hier die 10 wichtigsten Fragen, die sie sich stellen müssen, wenn sie ein Material selbst entwickeln wollen:

1.Welches Thema, welchen Lerninhalt soll mein Montessori-Material haben?

Die vermeindlich einfachste Frage. Trotzdem ist hier genau zu überlegen: Wie weit soll das Thema ausgebreitet werden, welche Wissensinformationen sind wirklich wichtig? Welche Informationen kann man getrost weglassen? Deckt mein Thema den gewünschten Bereich ab, oder ist es sinnvoller das Thema auf mehrere Materialien zu splitten?

 

2. Für welches Alter konzipiere ich das Lernmaterial?

Welches Alter hat meine Lern-Zielgruppe und habe ich das Thema auch auf diese Altersgruppe angepasst. Während ein 10jähriger Schüler problemlos mit schriftlichen Aufträgen arbeiten kann, ist das von einem Schulneueinsteiger nach 1 Monat nicht zu erwarten.

 

3. Ist das Freiarbeitsmaterial erweiterbar?

Kinder sind unterschiedlich. Ist mein Material so konzipiert, dass ich es jederzeit erweitern kann. Kann ich es durch einfache Ergänzung auch für ältere bzw. jüngere Kinder interessant und brauchbar machen.

 

4. Welche Materialform soll mein Lehrmittel haben?

Darunter versteht man die Art des Lehrmittels. Erstelle ich Infokarten, ist es eher ein Puzzle oder Memo? Gibt es Zuordnungskarten? Wird mit Spielsteinen gearbeitet? Dabei ist wichtig,  dass man sein Montessori-Material möglichst auf 1 – 2 Formen konzentriert um das Lernen damit zu erleichtern.

 

5. Wo finde und sammle ich Infos zum Lehrthema?

Zu kaum einem Thema weiß man als Montessori-Material-Hersteller alle Details, d.h. man muss sich informieren und Infos zum Thema sammeln. Das kann man auf Basis von Fachbüchern, Sachbüchern für Kinder oder z.B. durch Internet-Recherchen. Die jeweilige Quelle ist natürlich zu verifizieren, man möchte Kindern natürlich nur richtige Infos weitergeben!

 

6. Hat mein Unterrichtsmaterial die richtige Aufmachung?

Es reicht nicht Wissen irgendwie in Form eines Freiarbeits-Materials zu „gießen“. Natürlich muss die Aufmachung auch einen Aufforderungscharakter haben. Das Lehrmaterial soll neugierig auf Wissen machen. So arbeiten Kinder gerne damit!

 

7. Ist mein Montessori-Material auch stabil?

Selbstverständlich wird bei der Entwicklung des Materials auf Stabilität und Langlebigkeit geachtet. Diese ist ebenso wichtig, wie eine gute, einfache Handhabung der Einzelteile!

 

8. Verfügt mein Freiarbeitsmaterial über eine Selbstkontrolle?

Zwar scheiden sich an der Selbstkontrolle die unterschiedlichsten Montessori-Geister, trotzdem halten wir es aus unserem Verständnis heraus für sinnvoll und wichtig, dass jedes Montessori-Material, sofern irgendmöglich, eine Selbstkontrolle hat. Wer diese nicht mag oder pädagogisch für nicht sinnvoll hält, kann das Material auch ohne Selbstkontrolle herstellen bzw. einsetzen.

 

9. Erklärt sich meine Unterrichshilfe weitgehend von selbst?

Ist das Material bzw. der Umgang damit weitgehend selbsterklärend, dann haben sowohl Kinder als auch die Erwachsenen mehr Freude daran! So ist die Anwendung von Memo-Kartenspielen oder Zuordnungskarten den meisten Kindern bereits klar bzw. leicht vermittelbar. Idealerweise baut ein neues Material auf dem Nutzungsprinzip eines bereits bekannten Materials auf.

10: Hat das Material einen ordentlichen Platz?

Natürlich findet sich in jedem Lehrmittel-Regal ein Platz für ein neues Material. Das ist nun nicht die Herausforderung. Mit ordentlich ist hier mehr gemeint, dass das Material z.B. auf einem Tablett, in einer Box oder einem Stoffbeutel beisammen ist. So ist sichergestellt ,dass Einzelteile auch beim entsprechenden Material bleiben.

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