Einblicke in das Leben einer Montessori-Therapeutin

Die besten Informationen rund um Montessori erhält man von Fachleuten! Menschen, die tagtäglich mit und für die Montessori-Pädagogik leben und arbeiten. Das geschieht auf ganz unterschiedliche Weisen, aber immer mit dem Ziel, das Kind zu fördern. Für einen kleinen Einblick in die Montessori-Therapie hat sich Yvonne Radspieler – eine engagierte Montessori-Therepeutin – unseren Fragen gestellt:

Yvonne Radspieler - Montessori-Therapie

Yvonne Radspieler

Wie sind Sie zur Montessori-Therapie gekommen?

Y. Radspieler: Nachdem meine eigenen Kinder die Grundschule besuchten, hatte ich auch wieder Lust zu lernen.
Ich fand eine Montessori-Ausbildung die mich sehr ansprach, da sie auch ganz besonders die Bereiche der Naturwissenschaften (kosmischer Bereich) spannend und eindrucksvoll vermittelten.

Außerdem war auch der heilpädagogische Teil ein wichtiger Grundstein der Ausbildung.

Und genau das fehlte mir während meiner Arbeit mit Vorschulkindern.

Das Montessori-Material, was immer wieder neue Impulse zum Entdecken und Ausprobieren gab….
Auch die Kreativität, die von mir gefordert war, um auch selbst Material herzustellen…

Bei welchen Therapiebedürfnissen setzen Sie dieMontessori-Therapie hauptsächlich ein? 

Y. Radspieler: Zu mir kommen meist Kinder im Kindergartenalter.
Mein Schwerpunkt liegt in der Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung der Kinder.

Oft haben Eltern ein gutes Gefühl dafür, dass ihr Kind vielleicht andere Impulse braucht. Es momentan nicht ganz rund läuft…

Entweder sprechen sie dann ihren Kinderarzt oder Ärztin an und finden so zu mir, oder andere Eltern erzählen von ihren Eindrücken und den Erfahrungen, die sie mit ihrem Kind in meiner Praxis machten. Auch die pädagogischen Fachkräfte der Kindergärten raten den Eltern dazu, doch mal mit mir Kontakt aufzunehmen.

Was war das ungewöhnlichste bzw. überraschendste Ergebnis in Ihrer Arbeit als Montessori-Therapeutin?

Y. Radspieler: Dass häufig nur wenige Besuche in meiner Praxis reichen, um erst einmal ein bisschen Entspannung und Ruhe in die Situation zu bringen.

Gerade in der letzten Woche konnte mir das wieder eine Mutter bestätigen. Ihr Sohn war nach der ersten Stunde gleich viel mutiger und traute sich mehr zu als zuvor. Auch die Familie entspannte sich.

Natürlich ist die Montessori-Therapie keine Wunderwaffe und natürlich handelt es sich um eine Langzeittherapie, bei der alle Beteiligten mitarbeiten müssen.

Was mich noch fasziniert ist, dass ich immer wieder von den Kindern lernen kann.

Was finden Sie, muss zur Montessori-Therapie unbedingt erwähnt werden?

Y. Radspieler: Die Therapie ist für die Familien kostenfrei. Die Kosten übernimmt, bei entsprechender Diagnose und Attest vom Kinderarzt, der Staat.

Vielen Dank Frau Radspieler für Ihre Zeit, die Sie uns geschenkt haben!

Yvonne Radspieler ist Diplom-Montessori-Pädagogin/Lerntherapeutin und betreibt seit 2002 in Vaterstetten die Montessori-Lernwerkstatt (http://www.montessori-lernwerkstatt.de).

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